Das Projektteam der ABS 38 hat einen weiteren wichtigen Meilenstein geschafft: Für den Ausbau im Abschnitt 3.1 (Tüßling bis Garching an der Alz) liegen die Planungen im Detail vor. Welche Baumaßnahmen im Einzelnen für den Teilabschnitt geplant sind, können Sie auf dieser Übersichtskarte sehen.
Der rund 12 Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen Markt Tüßling und Garching an der Alz wird zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert. Im Zuge des zweigleisigen Ausbaus wird das bestehende Gleis erneuert und ein zweites Gleis daneben gebaut.
Um (Güter-) Zügen aus Burghausen einen direkten Anschluss Richtung Süden zu ermöglichen und den Umweg über Mühldorf zu ersparen, ist in Tüßling ab Kilometer 7,378 eine eingleisige Verbindungskurve geplant. Der Bahnhof Garching an der Alz wurde bereits von der Südostbayernbahn barrierefrei ausgebaut und mit neuen Bahnsteigen versehen. Diese werden mit dem Bau der ABS 38 für den Halt längerer Züge verlängert. Der Bahnübergang „Mauerberg“ bei Polling wird mit Halbschranken neu gebaut und bei Kilometer 7,57 in Tüßling ermöglicht eine neue Gleisüberfahrt für die DB künftig einen Zugang zu dem ebenso neuen Regenrückhaltebecken.
19 Eisenbahnüberführungen und vier Straßenüberführungen werden für das zweite Gleis und die Oberleitung neu gebaut oder angepasst. Drei der Eisenbahnüberführungen werden mit der ABS 38 als Durchlass neu gebaut. Die denkmalgeschützte Alzbrücke in Garching an der Alz wird so im Einklang mit dem Denkmalschutz erweitert, dass die Sicht auf das historische Bauwerk erhalten bleibt. Zwei weitere Eisenbahnüberführungen werden vorher von der Südostbayernbahn erneuert. Um möglichst wenig zusätzliche Flächen, die nicht der DB gehören, in Anspruch nehmen zu müssen, werden insgesamt fünf Stützwände gebaut. Diese sind im unten eingefügten 3D-Video zu sehen.
Zum Schutz der Anwohnenden vor Schall sind am Bahnhof zwei Schallschutzwände geplant. Die bestehende Schallschutzwand bei Neue Heimat in Tüßling wird für die neuen Oberleitungsmasten angepasst. Ab Kilometer 12,33 sind besonders überwachte Gleise (BüG) geplant. Diese aktive Schallschutzmaßnahme reduziert den Schall an seiner Quelle: der Oberfläche der Schiene. Denn je glatter der Schienenkopf ist, desto geringer ist die Schallemission eines Zuges auf dem Gleis. Beim BüG werden die Schienen deshalb in einem besonderen Verfahren geschliffen. Ein Schallmesszug überprüft dann in regelmäßigen Abständen den Lärmpegel. Bei Bedarf wird nachgeschliffen. Diese Abläufe werden vom Eisenbahn-Bundesamt überwacht.
Zudem erhalten einige Anwohnende passive Schutzmaßnahmen. Zum Schutz vor Erschütterungen sind in einigen Bereichen besohlte Schwellen geplant. Diese federn Erschütterungen von Zügen ab.
In diesem Video führen wir Sie durch eine anschauliche 3D-Visualisierung der Entwurfsplanung für den Bahnausbau zwischen Tüßling und Garching an der Alz:
Bei Detailfragen zu einzelnen Bauwerken melden Sie sich gerne unter abs38@deutschebahn.com. Wir stellen Ihnen die entsprechenden Pläne gerne zur Verfügung.
Nach dem Abschluss der Entwurfsplanung hat das Projektteam die Planungsunterlagen beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) eingereicht, um eine Baugenehmigung für den Ausbau zu erwirken. Die verfahrensführende Behörde ist das EBA. Vor Kurzem endete die Einwendungsfrist für diesen Abschnitt. Über die weiteren Schritte informieren wir auf der Webseite.