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Entwurfsplanung für Laufen
27.02.2024
Laufen
Ein Schild mit der Schrift "Laufen" an Gleisen. Im Hintergrund ein Bahnhofsgebäude und Bäume.
©
Deutsche Bahn AG

Das Projektteam der ABS 38 hat einen weiteren wichtigen Meilenstein geschafft: Für den Ausbau im Stadtgebiet Laufen liegen die Planungen nun im Detail vor. Welche Baumaßnahmen im Einzelnen für den Teilabschnitt geplant sind, können Sie auf dieser Übersichtskarte sehen.

Übersichtskarte Abschnitt 3.5 (Laufen)

Um Zügen eine Geschwindigkeit von bis zu 160 Kilometer pro Stunde zu ermöglichen, wird der rund acht Kilometer lange Abschnitt im Stadtgebiet Laufen zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert. Im Zuge des zweigleisigen Ausbaus wird das bestehende Gleis erneuert und ein zweites Gleis daneben gebaut. Dieses verläuft – in Richtung Freilassing blickend – bis Kilometer 54,4 südlich/links und ab Kilometer 56,7 nördlich/rechts des bestehenden Gleises. Zur Elektrifizierung sind 20 Kilometer Oberleitung geplant und alle 50 bis 75 Meter wird jeweils ein Oberleitungsmast zu beiden Seiten der Gleise errichtet.
Der dreigleisige Bahnhof Laufen wird mit einer Personenunterführung zum Mittelbahnsteig neu gebaut. Um einen barrierefreien Zugang zu den Gleisen zu ermöglichen, sind neben den Treppen ein Aufzug und eine Rampe geplant. Für einen barrierefreien Einstieg in die Züge werden die Bahnsteigkanten auf 55 Zentimeter erhöht.


Neun Eisenbahnüberführungen und zwei Straßenüberführungen werden für das zweite Gleis und die Oberleitung neu gebaut. Einer der drei Durchlässe wird in Abstimmung mit der Stadt zurückgebaut. Jeweils eine weitere Eisenbahn- und Straßenüberführung baut das staatliche Bauamt Traunstein im Rahmen der westlichen Verlegung der B 20 vor der ABS 38 neu. Um möglichst wenig zusätzliche Flächen, die nicht der DB gehören, in Anspruch nehmen zu müssen, werden insgesamt elf Stützwände gebaut. Diese sind im unten eingefügten 3D-Video zu sehen.

Zum Schutz der Anwohnenden vor Schall sind in Letten, am Bahnhof und bei Gastag vier Schallschutzwände geplant. Damit sich diese bestmöglich ins Stadtbild einfügen und sie nicht zu hoch gebaut werden müssen, werden die Wände in drei Abschnitten mit besonders überwachten Gleisen (BüG) verstärkt. Diese aktive Schallschutzmaßnahme reduziert den Schall an seiner Quelle: der Oberfläche der Schiene. Denn je glatter der Schienenkopf ist, desto geringer ist die Schallemission eines Zuges auf dem Gleis. Beim BüG werden die Schienen deshalb in einem besonderen Verfahren geschliffen. Ein Schallmesszug überprüft dann in regelmäßigen Abständen den Lärmpegel. Bei Bedarf wird nachgeschliffen.

Zum Schutz vor Erschütterungen sind besohlte Schwellen und Unterschottenmatten geplant. Diese federn Erschütterungen von Zügen ab.

In diesem Video führen wir Sie durch eine anschauliche 3D-Visualisierung der Entwurfsplanung für den Bahnausbau im Stadtgebiet Laufen:

Bei Detailfragen zu einzelnen Bauwerken melden Sie sich gerne unter abs38@deutschebahn.com. Wir stellen Ihnen die entsprechenden Pläne gerne zur Verfügung.

Wie geht es für den Abschnitt 3.5 weiter?

Nach der abgeschlossenen Entwurfsplanung hat das Projektteam die Planunterlagen Mitte März 2025 beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht, um Baurecht für den Ausbau zu erwirken.

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