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Entwurfsplanung für Feichten - Kirchweidach - Tyrlaching
01.11.2023
Kirchweidach
Bahnhof Kirchweidach mit Gleisen und Wiese. Links sind Schilder und ein Gebäude sichtbar, rechts Bäume und ein weiteres Gebäude.
©
Deutsche Bahn AG

Das Projektteam der ABS 38 hat einen weiteren wichtigen Meilenstein geschafft: Für den Ausbau im Abschnitt 3.2 (Feichten-Kirchweidach-Tyrlaching) liegen die Planungen im Detail vor. Welche Baumaßnahmen im Einzelnen für den Teilabschnitt geplant sind, können Sie auf dieser Übersichtskarte sehen.

Übersichtskarte Abschnitt 3.2 (Feichten-Kirchweidach-Tyrlaching)

Der knapp zehn Kilometer lange Abschnitt zwischen Feichten an der Alz und Tyrlaching in der Verwaltungsgemeinschaft Kirchweidach wird zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert. Im Zuge des zweigleisigen Ausbaus wird das bestehende Gleis erneuert und ein zweites Gleis daneben gebaut. Dieses verläuft ab Kilometer 21,8 südlich des bestehenden Gleises. Lediglich in Feichten an der Alz wird ab Kilometer 19,5 eine rund zwei Kilometer lange Kurve abgeschwächt, um Zügen eine Geschwindigkeit von bis zu 160 Kilometer pro Stunde zu ermöglichen. Zur Elektrifizierung sind 22 Kilometer Oberleitung geplant und alle 50 bis 75 Meter wird jeweils ein Oberleitungsmast zu beiden Seiten der Gleise errichtet.

Der Haltepunkt Kirchweidach wird circa 400 Meter weiter in Richtung Freilassing neu gebaut und mit Treppen an die Eisenbahnüberführung bei Kilometer 24,575 angebunden. Zusätzliche Rampen ermöglichen einen barrierefreien Zugang zu den Gleisen und eine erweiterbare „Park & Ride“-Anlage mit 20 Parkplätzen das Abstellen von Straßenfahrzeugen. Damit Züge künftig mit 80 Kilometer pro Stunde überholen können, ist ab Kilometer 28 in Tyrlaching ein dreigleisiger Überholbahnhof geplant. Die beiden neuen Gleise werden südlich des bestehenden Gleises gebaut. Für einen weiteren Gleiswechsel ist in Kirchweidach bei Kilometer 22,6 eine sogenannte Überleitstelle mit vier Weichen geplant.

Die jeweils acht Eisenbahn- und Straßenüberführungen sowie ein Durchlass werden für das zweite Gleis und die Oberleitung angepasst oder neu gebaut. Einige der Brücken werden in Abstimmung mit den Kommunen und Anwohnenden zurückgebaut und zum Teil an anderer Stelle neu gebaut. Um möglichst wenig zusätzliche Flächen, die nicht der DB gehören, in Anspruch nehmen zu müssen, wird bei Kilometer 19,443, 23,456 und 23,535 jeweils eine Stützwand gebaut.

Als Schallschutz für die Anwohnenden ist ab Kilometer 22,81 für rund zwei Kilometer ein besonders überwachtes Gleis (BüG) geplant. Diese aktive Schallschutzmaßnahme reduziert den Schall an seiner Quelle: der Oberfläche der Schiene. Denn je glatter der Schienenkopf ist, desto geringer ist die Schallemission eines Zuges auf dem Gleis. Beim BüG werden die Schienen deshalb in einem besonderen Verfahren geschliffen. Ein Schallmesszug überprüft dann in regelmäßigen Abständen den Lärmpegel. Bei Bedarf wird nachgeschliffen. Diese Abläufe werden vom Eisenbahn-Bundesamt überwacht. Zudem erhalten einige Anwohnende passive Schutzmaßnahmen.

In diesem Video führen wir Sie durch eine anschauliche 3D-Visualisierung der Entwurfsplanung für den Bahnausbau zwischen Feichten an der Alz, Kirchweidach und Tyrlaching:

Bei Detailfragen zu einzelnen Bauwerken melden Sie sich gerne unter abs38@deutschebahn.com. Wir stellen Ihnen die entsprechenden Pläne gerne zur Verfügung.

Wie geht es für den Abschnitt 3.2 weiter?

Nach dem Abschluss der Entwurfsplanung hat das Projektteam die Planungsunterlagen beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) eingereicht, um eine Baugenehmigung für den Ausbau zu erwirken. Die verfahrensführende Behörde ist das EBA. Im November 2024 endete die Einwendungsfrist für diesen Abschnitt. Über die weiteren Schritte informieren wir auf der Webseite.

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