Projektinformation zum Planfeststellungsabschnitt 1.4

Embach–Esterndorf–Anning

Herzlich willkommen auf unserer Informationsseite
zum Streckenabschnitt PFA 1.4!

Der Abschnitt, den wir Ihnen im Folgenden näher vorstellen möchten, erstreckt sich im westlichen Stadtgebiet von Dorfen und umfasst die Stadtteile Embach, Esterndorf und Anning.

Ursprünglich hatten wir geplant, Ihnen das Vorhaben persönlich bei einer Informationsveranstaltung vorzustellen. Unter den derzeitigen Umständen ist dies leider nicht möglich. Dennoch möchten wir nicht auf die Information und den Austausch mit den Menschen vor Ort verzichten. Wir haben daher alle Informationen rund um den Streckenabschnitt hier für Sie aufbereitet.

Wenn Sie Fragen haben, können Sie uns jederzeit eine E-Mail schreiben oder Sie buchen eine telefonische Sprechstunde über das Kontaktformular und wir rufen Sie gerne zurück.

  • Eisenbahnüberführungen

  • Schallschutz

Die geplanten Maßnahmen im Überblick

Der Abschnitt 1.4 liegt auf der Bahnlinie zwischen Markt Schwaben und Ampfing. Die Ausbaumaßnahmen im Bereich der 4,8 Kilometer langen Strecke (Bahn-Kilometer 40,200 – 45,000) liegen im westlichen Stadtgebiet von Dorfen im Landkreis Erding.

Fünf bestehende Eisenbahnüberführungen im Bereich zwischen Embach und Lappach werden im Rahmen des Ausbaus für das zweite Gleis erweitert. Im Abschnitt 1.4 gibt es keine Maßnahmen an Stationen oder Bahnübergängen.

Das zweite Gleis wird auf dem gesamten Bereich zwischen km 40,200 und 45,000 nördlich des bestehenden Gleises errichtet.

Im Zuge der Ausbaustrecke München–Mühldorf–Freilassing (ABS 38) wird die komplette Strecke elektrifiziert und in weiten Teilen zweigleisig ausgebaut. Damit erhöhen wir die Kapazität der Strecke und ermöglichen bessere Verbindungen. Durch die Anhebung der Streckenhöchstgeschwindigkeit auf bis zu 200 Stundenkilomter machen wir kürzere Reisezeiten möglich. Nach dem Ausbau können auf der Strecke moderne und umweltfreundliche Elektroloks fahren.

Weitere Themen:

Schall- und Erschütterungsschutz

Aufgrund der wesentlichen Änderungen an der Bahnstrecke im Zuge des Ausbaus haben Anwohnerinnen und Anwohner einen Anspruch auf Maßnahmen zum Schall- und Erschütterungsschutz. Die Grenzwerte, die dabei einzuhalten sind, werden im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) geregelt.

Im Rahmen der Planung haben externe Schallgutachter ein umfangreiches Schall- und Erschütterungsgutachten erstellt. Aus diesem wurden konkrete Maßnahmen abgeleitet, um die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte der 16. Bundesimmissionsschutzverordnung einzuhalten.

Schallschutzmaßnahmen können sowohl aktiv (z.B. Schallschutzwände an der Bahnstrecke) als auch passiv (z.B. Lüfter am Haus) sein.

Umwelt- und Artenschutz

Weil das zweite Gleis größtenteils unmittelbar neben das bestehende Gleis gebaut wird, reicht es nur gelegentlich an Schutzgebiete heran. Dennoch sind wir uns unserer Verantwortung für die Natur und die Umwelt bewusst. Ihr Schutz ist uns ein besonderes Anliegen.

Alle Belange des Umwelt- und Naturschutzes wurden daher bereits während der Planungen berücksichtigt. Dazu gehört zum Beispiel auch die Untersuchung der Pflanzen- und Tierwelt mitsamt ihren Lebensräumen. Bei einer ausführlichen Umweltkartierung wurden entlang der Strecke über einen Zeitraum von einem Jahr alle relevanten Pflanzen- und Tierarten sowie deren Lebensräume betrachtet und erfasst. Dadurch ergibt sich ein sehr genauer Überblick über die Flora und Fauna im Bereich der Strecke und entsprechende Maßnahmen zum Schutz, insbesondere Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen, werden daraus abgeleitet.

Genehmigungsverfahren

Für den Streckenabschnitt 1.4 wird die Bahn Ende des Jahres 2020 die Genehmigungsunterlagen zur Prüfung beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) als zuständiger Genehmigungsbehörde einreichen. Das EBA prüft die Unterlagen auf Vollständigkeit und kann Änderungswünsche vortragen. Erst wenn alle Änderungen eingearbeitet sind, startet das Genehmigungsverfahren.

Für das Verfahren zur Baugenehmigung sind zwei Wege möglich: Nach der Erörterung und dem Abschluss der Anhörung folgen die Abwägung der im Anhörungsverfahren erörterten Interessen, Belange, Schutzgüter und der Beschluss zur Baugenehmigung – entweder als Verwaltungsentscheidung des EBA (Planfeststellungsbeschluss) oder in Form einer Entscheidung des Deutschen Bundestages (Maßnahmengesetz). Letzterer Weg wird gewählt, wenn damit im Interesse des Allgemeinwohls eine Beschleunigung bei Abwägung und Beschluss erreicht werden kann.

Den Ablauf des Verfahrens können Sie auch der Infografik in der Broschüre zum Genehmigungsverfahren entnehmen.
Wie die Planung neuer Infrastruktur funktioniert, zeigt dieser Erklärfilm anschaulich.