Piracher Berg im Burgkirchener Gemeinderat präsentiert

Reges Interesse rufen die möglichen Maßnahmen am Piracher Berg insbesondere auch in Burgkirchen hervor. Deshalb waren Bürgermeister Johann Krichenbauer und Bauamtsleiter Alois Remmelberger bereits im Sommer bei der ABS 38 im InfoCenter in Mühldorf zu Gast. Die Gespächspartner verabredeten dabei den Gegenbesuch in Burgkirchen noch im laufenden Jahr, um auch die Gemeinderäte aus erster Hand zu informieren.

Die Gemeinde im etwa 30 Kilometer langen Planungsabschnitt 4 zwischen Tüßling und Burgkirchen soll im Rahmen der ABS 38 elektrifiziert werden. Vor dem Bahnhof Pirach in Richtung Burghausen gibt es einen 2,5 km langen Steigungsabschnitt von bis zu 26 Promille. Deshalb können Güterzüge mit mehr als 1100 Tonnen Gesamtgewicht in Richtung Wackerwerk nur mit großem Aufwand in die Strecke einfahren – entweder sind dabei zwei Loks erforderlich, oder die Züge müssen im Bahnhof Mühldorf zweigeteilt werden.

Piracher Berg kann flacher werden

„Die Deutsche Bahn hat 2019 ein Ingenieursbüro beauftragt, die verschiedenen technischen Möglichkeiten unter die Lupe zu nehmen, wie diese betrieblichen Einschränkungen beseitigt werden können“, erklärte Michael Haberl den Gemeinderäten. Das sei Gegenstand der Planungen zum Piracher Berg. Ein Ergebnis schickte er gleich vorweg: „Es ist durchaus möglich, diesen Berg abzuflachen, in dem man die Trassenführung leicht verändert und dabei die Kurve in einem längeren Bogen führt.“ Zudem müsse die so genannte Gradiente optimiert werden. So beschreibt es der Fachjargon, wenn der Neigungswinkel verkleinert wird.

„Aktuell befinden wir uns in der Vorplanung“, berichtete Haberl weiter. Im Zuge dessen hätten die Erkundungsbohrungen im Spätsommer viel Aufschluss über den Boden gegeben. Dies sei unter anderem deshalb wichtig, um geeignete Stellen zu definieren, wo später Oberleitungsmasten aufgestellt werden können.

Der Auftrag bis zur Vorplanung mit den Varianten für den Piracher Berg seien an ein Planungsbüro vergeben worden, das nun eine Vorzugsvariante entwickelt.

„Sobald weitere Einzelheiten zum Projektvorhaben, wie die konkrete Zeitschiene für die Erstellung der Vorplanung, greifbar ist, werden wir sie dem Bürgermeister natürlich mitteilen“, versicherte der Teilprojektleiter. Denn Kommunikation mit den Gemeinden und Teilhabe an entscheidenden Projektvorhaben sei der ABS 38 auf der gesamten Strecke ein wichtiges Anliegen. Positiv wurde dies auch seitens der Gemeinde Burgkirchen aufgenommen. Die Gesprächspartner verabredeten, sich über die weiteren Entwicklungen gegenseitig auf dem Laufenden zu halten.

Die Protagonisten auf dem Podium: Verkehrsberater der Stadt Dorfen Dr. Martin Vieregg (2.v.l.), Bürgermeister Heinz Grundner (Bildmitte), ABS38-Gesamtprojektleiter Klaus-Peter Zellmer (2.v.r.)
Teilprojektleiter Michael Haberl auf dem Podium bei der Präsentation des Projektvorhabens am Piracher Berg.

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